Gedichte

das schöne und das aufgerauhte

 

beides braucht man
das schöne und das aufgerauhte
und das schöne
muß man jenem unsichtbaren schronk entnehmen
in dem sich die wohrheiten verschanzt hoben
und meckern
wie die jungen ziegen oder schofe

das schöne ist die farbe
welche die wohrheit annimmt
wenn sie ans licht kommt
vielleicht die klongforbe
das blau in das sich die stimme eines schofes verwandelt
wenn das schof sich verliebt
dann jault es vor glück

um genaueres über die schreibkunst
das schöne das aufgerauhte
den schronk die wohrheiten
und ihre forben zu sogen
mü.te ich von meinem stuhl aufstehen
und auf einem bild nachsehen
in einer zeitung oder einem buch nachschlagen
von dem ich nicht genau weiß wo es ist
ich müßte suchen
und während des suchens
müßte ich mich von dir abwenden
und in dieser zwischenzeit
würdest du ungeduldig
und du würdest mich verlassen
das möchte ich nicht
oder du verwandelst dich
während meiner abwesenheit
aus langeweile

in eine schlange und zischst und frißt die mäuse
die sich hinter dem zeitungsstapel
mit den nutzlosen feuilletons ein nest gebaut haben
so daß ich sie nie wieder pfeifen höre
aber ich will sie pfeifen hören
immer und immer wieder
und ich will auch die jungen ziegen
meckern hören in ihrem schrank
ich habe beobachtet
daß farben (auch klangfarben)
gerne in gruppen auftreten
wie tiere und lichter
in gruppen gleichgesinnter
welche gesprächig sind
und manchmal krieg führen
weiß beginnt schwarz gewinnt
sagt der wolf
seine geliebte aber antwortet ihm:
und was ist mit blau
mein licht!

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