Gedichte

Empedokles
Die Arbeit der Liebe (Das Auge)

 

Die nun eine Laterne rüstet und geht aus dem Haus,
Brennendes Feuer trägt sie hinaus in die Winternacht.
Schirmen will sie das Licht vor dem streunenden Volk der Winde
Und ihren hastenden, hetzenden Atem zerstreuen, wenn sie kann.
Doch die Spitzen der Flammen züngeln und springen ins Dunkel und
Leuchten niemals ermüdend auf ihren finsteren Treppen
und Wegen.

Ganz so wickelte einst Aphrodite uraltes Feuer in
Feinste Häutchen und tat es wie Rundaugen-Puppen in schmiegsames
Lichtdurchlässiges Tuch. So hat das Feuer Schutz vor der
Ringsum rauschenden Flut des Grauens und salzigen Wassers und
Leuchtet niemals ermüdend auf unsern finsteren Treppen
und Wegen.

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