Gedichte

ich bin nicht was du liebst

 

du liebst nicht mich nur meine beine und den hintern
vielleicht die zungenspitze wenn sie spielt auf deinem lid
und allenfalls die lippen wenn sie saugen bis du singst
und nicht mehr weißt wer vor dir kniet
doch würdest du mit mir in einem zeit am nordpol überwintern?

7du liebst nicht mich du liebst mein portemonnaie
vielleicht noch den geschmack mit dem ich weine wähle
und das geschick mit dem ich meine scheine zähle
doch glaub ich nicht daß du in jenem höllensee
der meiner seele heimat ist mit meinem drachen ringst.

du liebst nicht mich nur meine eigenschaften
die sanftheit zuversicht und treue
den witz das melancholische und scheue
das große ohr den ruhigen mund und dieses haften
an silben tabakskrümeln altbierschäumen –

doch wirst du bei mir sein wenn ich aus allen bäumen
falle und liege mit zerbrochenen gebeinen
gelähmter zunge zerspaltenem gehirn
und schuld und blödheit grinst auf meiner stirn
der eiter feiert auf den lippen und in grauem leinen
lieg ich elend ein armes atmen ein ungesungen lied?

bestimmt nicht
ich bin nicht was du liebst – soweit man sieht

Textsuche

Neben der freien Textsuche und dem Schlagwortregister besteht an dieser Stelle die Möglichkeit, die Suche nach bestimmten Texten weiter einzugrenzen. Sie können die Suchfelder »Schlagwort« und »Jahr« einzeln oder in Kombination mit den anderen beiden Feldern verwenden. Um die Suche auszulösen, drücken Sie bitte die Enter-Taste; zum Auffinden der jeweiligen Textstelle benutzen Sie bitte die Suchfunktion Ihres Browsers.