Gedichte

manchmal

 

manchmal wache ich morgens auf und habe gleich eine idee.
manchmal wache ich morgens auf und habe gleich keine idee.
manchmal wache ich nirgends auf und habe eine idee, die mir
nicht gehört. eine fremde idee.

manchmal wache ich mittags auf und habe das gefühl, ich bin
eine idee. eine fremde idee. etwas, das sich jemand ausgedacht
hat. eine maschine. aber ich kenne die gesetze nicht, nach denen
ich eingerichtet bin. ich weiß nicht woher die strahlen kommen,
die mich zweifellos steuern. sicher von fern, denn das weiß ich
wohl, daß ich irrtümlich hier bin, daß ich mich verlaufen habe,
daß hier nicht mein zuhause ist, in dem haus, in dem ich stecke.

manchmal wache ich morgens auf und habe gleich eine ahnung.
manchmal wache ich morgens auf und habe gleich keine ahnung.
manchmal wache ich nirgends auf und habe eine idee, die mir
nicht gehört, eine fremde nachricht.

manchmal wache ich mittags auf und habe das gefühl, ich bin
eine zeitung, eine fremde zeitung, eine andere sprache. etwas,
das sich jemand ausgedacht hat. eine maschine. oder der plan
einer maschine. aber ich kenne die gesetze nicht, nach denen der
text, den ich darstelle, eingerichtet ist. ich weiß nicht, woher die
strahlen kommen, die mich zweifellos steuern. sicher von fern,
denn das weiß ich wohl, daß ich irrtümlich hier bin, daß ich mich
verlaufen habe, daß dies nicht mein zuhause ist, dieser heulende
wald, in dem ich stecke.

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