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	<title>Christoph Schmitz-Scholemann Textarchiv</title>
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		<title>Griechisch – Römisch (15.04.26)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 04:09:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Griechisch – Römisch (15.04.26) &#160; Griechisch &#8211; Römisch Liebesgedichte zum beispiel Schreibe ich wenn meine geliebte Neben mir im bett liegt und einen kräuterduft Um sich herum hat während sie Den sprachkurs von duolingo Absolviert und punkte sammelt Mit dem wort currykraut Abwechselnd in Griechisch und Römisch Während ich rumdöse Manchmal wenn sie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Griechisch – Römisch (15.04.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceTemp"></div>
<p>Griechisch &#8211; Römisch</p>
<p>Liebesgedichte zum beispiel<br />
Schreibe ich wenn meine geliebte<br />
Neben mir im bett liegt und einen kräuterduft<br />
Um sich herum hat während sie<br />
Den sprachkurs von duolingo<br />
Absolviert und punkte sammelt<br />
Mit dem wort currykraut<br />
Abwechselnd in Griechisch und Römisch<br />
Während ich rumdöse<br />
Manchmal wenn sie zu Guanchen-Pfiffen und<br />
Papperlapappisch übergeht und die punktzahl<br />
Es erlaubt gibt sie dem schwarzen<br />
Kater, der ich grade werden will<br />
Einen klaps und sagt hopp hopp mach kaffee<br />
Rena will frühstücken an erfolgen<br />
Sagt sie lernt man mehr als<br />
An den niederlanden.<br />
Ahnt ihr warum ich sie<br />
Nie verlassen werde?<br />
Sie ist ein kognitives netzwerk<br />
Und frei von ambiguitätstoleranz<br />
Wenn sie dir eine pfeffert<br />
Hast dus verdient</p>
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		<item>
		<title>Ein Gefühls-Umbruch – Meeresstille und Glückliche Fahrt (01.04.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/meeresstille/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 14:43:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Ein Gefühls-Umbruch – Meeresstille und Glückliche Fahrt (01.04.26) &#160; Die beiden kurzen Goethe-Gedichte »Meeresstille« und »Glückliche Fahrt« gehören zusammen. Es geht um einen schockartigen Gefühls-Umbruch, nämlich den sehr plötzlichen Wechsel von entsetzlicher Angst und Hilflosigkeit in triumphale Aufbruchs-Euphorie. Das 1795 erstmals veröffentlichte und zwei Jahrzehnte später von Beethoven vertonte  Doppelgedicht beginnt so: Tiefe [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Ein Gefühls-Umbruch – Meeresstille und Glückliche Fahrt (01.04.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceTemp"></div>
<p>Die beiden kurzen Goethe-Gedichte »Meeresstille« und »Glückliche Fahrt« gehören zusammen. Es geht um einen schockartigen Gefühls-Umbruch, nämlich den sehr plötzlichen Wechsel von entsetzlicher Angst und Hilflosigkeit in triumphale Aufbruchs-Euphorie. Das 1795 erstmals veröffentlichte und zwei Jahrzehnte später von Beethoven vertonte  Doppelgedicht beginnt so:</p>
<p>Tiefe Stille herrscht im Wasser,<br />
Ohne Regung ruht das Meer<br />
Und bekümmert sieht der Schiffer<br />
Glatte Fläche ringsumher.<br />
Keine Luft von keiner Seite!<br />
Todesstille fürchterlich!<br />
In der ungeheuern Weite<br />
Reget keine Welle sich.</p>
<p>Beethoven, so hat man gesagt, habe mit seiner Vertonung die Stille in Musik zu übersetzen versucht. Es sind in der Tat alle Farben der Stille, die wir in seiner Komposition hören – vom frommen Glück über die innigste Trauer bis zur rettungslosen Einsamkeit. Dem damals schon fast vollständig ertaubten Tonsetzer war das Grauen der Stille inmitten der Gesellschaft nur allzu vertraut. Er drückte es so aus:</p>
<p>»… mit einem feurigen Lebhaften Temperamente gebohren … muste ich früh mich absondern …, und doch war’s mir … nicht möglich den Menschen zu sagen: sprecht lauter, schreyt, denn ich bin Taub …«</p>
<p>Die Tragik des tauben Komponisten ist allerdings nur eine der vielen Dimensionen dieses Musikstücks. Auch das spannungsreiche, von Schweigen und Missverständnis durchsetzte persönliche Verhältnis zwischen Goethe und Beethoven schimmert hindurch.  Die beiden  Genies empfanden wechselseitig Bewunderung füreinander, blieben einander aber immer rätselhaft – selbst das berühmte gemeinsame Sprudelwassertrinken in Böhmen im Sommer 1812 änderte daran nichts. Die beiden einte die Leidenschaft, mit der sie Leben in Kunst verwandelten, was ihrer Kunst bis heute Leben verleiht. Auch Goethe hatte den Schrecken der Stille am eigenen Leibe erfahren. Während seiner Italienreise im Mai 1787 geriet sein Schiff vor Capri in eine Flaute, und eben diese schöne Meeresstille wurde lebensbedrohlich. Denn das mangels Wind manövrierunfähige Segelschiff kam, wie Goethe später schrieb, in</p>
<p>»eine Strömung, die sich um die Insel bewegte und uns durch einen sonderbaren Wellenschlag so langsam als unwiderstehlich nach dem schroffen Felsen hinzog, wo uns auch nicht ein Fußbreit Vorsprung oder Bucht zur Rettung gegeben war.«</p>
<p>Auf dem Schiff erhob sich ein Aufruhr der Passagiere, Männer wollten dem Kapitän an die Kehle, Frauen warfen sich schreiend und betend zu Boden, ein viel zu kleines Rettungsboot wurde in höchster Not zu Wasser gelassen – als sich endlich, endlich ein lauer Wind erhob.</p>
<p>Die Nebel zerreißen,<br />
Der Himmel ist helle,<br />
Und Äolus löset<br />
Das ängstliche Band.<br />
Es säuseln die Winde,<br />
Es rührt sich der Schiffer.<br />
Geschwinde! Geschwinde!<br />
Es teilt sich die Welle,<br />
Es naht sich die Ferne;<br />
Schon seh ich das Land.</p>
<p>Einige Jahre nach der Uraufführung schickte Beethoven die Partitur der Kantate mit einer Widmung an den damals schon über siebzigjährigen Goethe. Der antwortete nicht. Er war krank. Das Stück hat er nie gehört. Wie schade! Er wäre gewiss begeistert gewesen von diesem vielschichtigen Doppelkunstwerk, in dem sich Musik und Wort am Ende zu einer wahrhaft glücklichen Fahrt vereinen.</p>
<p>Beethovens Musikstück ist <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Szt9Qp4R5l8" target="_blank" rel="noopener"><strong>HIER</strong></a> abrufbar.</p>
<p>Mein persönliches Glück wollte es im Jahre 2015, dass die damals zuständige Redakteurin des Deutschlandfunks die Idee hatte, mich mit einem kurzen Beitrag zum Goethegedicht und Beethovenstück für die Sendereihe »Kalenderblatt« zu beauftragen. Sie war eine der Mitarbeiterinnen des DLF, die für den kulturellen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks brannten. Es war mir ein Vergnügen, da mitmachen zu dürfen, und es ist bis heute eine Freude, daran zurückzudenken.</p>
<p>Meinen Beitrag kann man auf der Webseite des Deutschlandfunks unter dem Titel <a href="https://www.deutschlandfunk.de/beethoven-meeresstille-und-glueckliche-fahrt-klangfarben-100.html" target="_blank" rel="noopener"><strong>»KLANGFARBEN DER STILLE«</strong></a> nachlesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Aus der Zeit, als ich verrückt war – mit einer Zeichnung von Walter Sachs (15.03.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/kuenstliche-dummheit-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 11:50:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Aus der Zeit, als ich verrückt war – mit einer Zeichnung von Walter Sachs (15.03.26) &#160; Peirce berichtet, Herr Dr. Zeller sage, Es sei unmöglich, dass THALES VON MILET IN EINEN BRUNNEN STÜRZTE WÄHREND ER EINER MAGD DEN STERNENHIMMEL ERKLÄRTE, Aber ich muß Herrn Dr. Zeller widersprechen Denn an dem Tag, An dem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Aus der Zeit, als ich verrückt war – mit einer Zeichnung von Walter Sachs (15.03.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Peirce berichtet,<br />
Herr Dr. Zeller sage,<br />
Es sei unmöglich, dass<br />
THALES VON MILET IN EINEN BRUNNEN STÜRZTE<br />
WÄHREND ER EINER MAGD DEN STERNENHIMMEL ERKLÄRTE,</p>
<p>Aber ich muß Herrn Dr. Zeller widersprechen<br />
Denn an dem Tag,<br />
An dem Du mir den Sternenhimmel erklärtest,<br />
Bin ich vollständig verschwunden –<br />
Von einer Sekunde auf die andere war ich verschluckt</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5167" style="width: 233px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5167" class=" wp-image-5167" src="https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-194x300.jpg" alt="" width="223" height="344" srcset="https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-194x300.jpg 194w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-663x1024.jpg 663w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-768x1185.jpg 768w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-995x1536.jpg 995w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-1327x2048.jpg 1327w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-1080x1667.jpg 1080w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-scaled.jpg 1658w" sizes="auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px" /><p id="caption-attachment-5167" class="wp-caption-text">Charles Sanders Peirce (1838–1914) war ein amerikanischer Philosoph. Er begründete den sog. „Pragmatizismus“. Danach soll die Philosophie, vereinfacht gesprochen, Wahrheit weniger in abstrakten Gedankenhierarchien als in den vorstellbaren praktischen Folgen ihres Denkens suchen.</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Künstliche Dummheit vs. Natürliche Intelligenz? (01.03.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/kuenstliche-dummheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 13:57:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Künstliche Dummheit vs. Natürliche Intelligenz? Mit einer Zeichnung von Walter Sachs (01.03.26) &#160; Am 4. Oktober 2025  erschien in der französischen Zeitung Le Monde das Protokoll eines Gesprächs über Künstliche Intelligenz. Die Journalisten Marion Dupont und Pascal Riché legten der Philosophin Anne Alombert (AA) und dem Unternehmer Jonathan Bourguignon (JB) verschiedene Fragen vor. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Künstliche Dummheit vs. Natürliche Intelligenz? Mit einer Zeichnung von Walter Sachs (01.03.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am 4. Oktober 2025  erschien in der französischen Zeitung <em>Le Monde</em> das Protokoll eines Gesprächs über Künstliche Intelligenz. Die Journalisten Marion Dupont und Pascal Riché legten der Philosophin Anne Alombert (<strong>AA</strong>) und dem Unternehmer Jonathan Bourguignon (<strong>JB</strong>) verschiedene Fragen vor.</p>
<p><strong>Anne Alombert</strong> wurde mit einigen Büchern zum  KI-Thema bekannt, das letzte erschien Anfang 2025 und trägt den Titel: De la bêtise artificielle: Pour une politique des technologies numériques – Über Künstliche Dummheit (KD). Für eine Politik der digitalen Technologien.</p>
<p><strong>Jonathan Bourguignon</strong> bietet mit seiner Start-Up-Agentur Hilfe für Klein-Unternehmen an, die sich mit Künstlicher Intelligenz stärken wollen.  2021 erschien sein Buch: Internet, année zéro: De la Silicon Valley à la Chine, naissance et mutations du réseau. Jahr Null des Internets – Vom Silicon Valley nach China, Anfang und Veränderungen im Netz.</p>
<p><strong>KI – ein altes Problem im neuen Gewand?</strong></p>
<p><strong>Erste Frage: </strong>Ob wir es bei der Skepsis gegenüber KI mit einem seit Erfindung der Schrift und des Buchdrucks bekannten Phänomen zu tun haben, nämlich den üblichen Ressentiments gegenüber neuen Kulturtechniken?</p>
<p><strong>JB</strong> bejaht die Frage grundsätzlich. Er erinnert daran, dass bei Erscheinen der ersten Taschenbücher in Frankreich 1953 viele Intellektuelle vor einer Überflutung des Buchmarktes mit Schundliteratur warnten. Hinter der Aversion gegen neue Kultur-Techniken – von der Schrift bis zum Fernsehen – stehe oft die Angst der Gebildeten um ihren Sonderstatus. Sie fühlen sich enteignet, weil ihre Fähigkeiten heute schneller, besser und billiger von datenfressenden Automaten zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p><strong>AA</strong> sieht die Sache kritischer: Alle jeweils neuen Kulturtechniken führten zu einer Delegierung menschlicher Kompetenzen: Durch Schrift und Buch lagern wir unser Gedächtnis aus, mit Photographie, Phonographie, Fernsehen die Erinnerung an Töne und Bilder, mit dem Kino die bildliche Phantasie und mit den Empfehlungsalgorithmen der KI die Fähigkeit zur Bewertung und Entscheidung. Wenn wir Briefe und Reden von KI schreiben lassen,  delegieren wir unser persönliches Ausdrucksvermögen.</p>
<p><strong>Zweite Frage: Ob das KI-generierte Denken nahe am menschlichen Denken ist?</strong></p>
<p><strong>AA </strong>distanziert sich von der Vorstellung, Denken sei eine Tätigkeit des Gehirns, die man auf logische Operationen einer Maschine reduzieren könne. Es gebe immer unberechenbare Gefühlsanteile beim menschlichen Denken. Was die Maschine mache, sei reines Rechnen und damit etwas gänzlich anderes. Menschen mit diesen Maschinen zu vergleichen sei völlig falsch: Als würde man fragen, ob ein mit einem Gedicht beschriebenes Blatt Papier sich an das Gedicht erinnere. KI-Maschinen, so AA, denken nicht, sie konditionieren die Art, wie <em>wir</em> denken.</p>
<p><strong>JB </strong>ist anderer Meinung. Er erklärt, dass und wie KI-Maschinen trainiert werden: Eben nicht nur auf Inhalte, sondern auch auf einen Umgangston der Höflichkeit, Ruhe, ein gewisses Ethos im Sprachgebrauch. Durch das Training erwerbe die KI so etwas wie <em>Künstlichen Instinkt</em>. Eine Maschine denke zwar nicht im menschlichen Sinne, sei aber in der Lage, sprachliche Sinnstrukturen herzustellen, die man als Gedanken bezeichnen dürfe.</p>
<div id="attachment_5163" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5163" class="size-medium wp-image-5163" src="https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-300x295.jpg" alt="Die Brille für die virtuelle Realität und der Apfel vom Baumder ..." width="300" height="295" srcset="https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-300x295.jpg 300w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-1024x1007.jpg 1024w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-768x755.jpg 768w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-1536x1511.jpg 1536w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-2048x2014.jpg 2048w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-1080x1062.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-5163" class="wp-caption-text"><em>»Die Brille für die virtuelle Realität und der Apfel vom Baum der &#8230;«</em></p></div>
<p><strong>Dritte Frage: Was ist Künstlicher Instinkt? </strong></p>
<p><strong>JB</strong> sagt, der menschliche Instinkt sei dadurch gekennzeichnet, dass er durch eine Vielzahl gleichartiger Erfahrungen beim Auftauchen eines neuen ähnlichen Problems gewissermaßen automatisch, jedenfalls ohne bewusste Denkoperationen, die Fähigkeit habe, in entsprechenden Situationen richtig zu reagieren. Die KI tue im Prinzip Ähnliches.</p>
<p><strong>AA  </strong>stimmt dem zu, sieht aber einen fundamentalen Unterschied zwischen Mensch und Maschine: Der Mensch sei, anders als die Maschine, frei, aus dem Automatismus auszubrechen und <em>kontraalgorithmisch </em>zu handeln. Eben das könne KI nicht aus eigener Kraft. Sie sei gerade nicht frei, etwas  Neues aus alten Kalkülen zu machen. Dass die KI inzwischen komplizierte Spiele besser beherrsche als Menschen, wie der 2016 errungene Sieg der KI Alpha-GO gegen Lee Sedol, den menschlichen Weltmeister im GO-Spiel zeige, sei  kein Beweis für kreatives Denken der KI. Die KI habe kein neues Spiel erfunden und keinen neuen Spielzug: Alle denkbaren Züge sind im Algorithmus enthalten. Die KI kann nur schneller rechnen als ein Mensch.  KI sei stets so intelligent, wie der Mensch sie mache. Wenn wir sie mit Dummheit füttern, sagt<strong> AA</strong>, wird sie dumm sein. Die große Gefahr der KI bestehe darin, dass sie die menschliche Gaben der Kombination, Innovation, Imagination und der freien Entscheidung verkümmern lasse: Es komme auf den Umgang mit der <strong>KI</strong> an – auch darauf, wem sie gehört, wem sie dient und wer sie womit füttert. Das sei eine politische Frage, die nach ethischen Gesichtspunkten von der Politik, nicht von der Industrie entschieden werden müsse. <strong>JB </strong> glaubt, dass KI auch Verbesserungen für den Menschen bringen kann. Er verweist auf eine Studie über die ersten drei Jahre von ChatGPT: Sie zeige die Nützlichkeit der Maschine, vor allem für Textredaktion (24 vH), Informationsbeschaffung (24 vH) und Lösung beruflicher oder privater Probleme (29 vH). Wer eine Recherche mit ChatGPT mache, sei keineswegs passiv. Wenn man eine Frage stelle, bitte ChatGPT oft um Präzisierung. ChtGPT lehre also, ein Problem gut darzustellen: Sie arbeite wie Sokrates in einem Frage- und Antwort-Spiel, aus dem sich eine intelligente und überraschende Dialektik entwickle: Der Mensch trainiere die Maschine, aber die Maschine trainiere auch den Menschen. Sie habe ihren Ort zwischen dem Menschen und der Welt. Diese Verschränkung werde sich verstärken: So werde es bald schon Werkzeuge geben, zB Brillen und Hirnimplantate, mit denen eine Schnittstelle zwischen menschlichem Hirn und Maschine hergestellt werden könne.</p>
<p><strong>Vierte Frage: Anwendungsbeispiel: Kann KI Lehrer ersetzen?</strong></p>
<p><strong>JB</strong> meint ja, das könne sie. <strong>AA </strong>hält es für möglich, aber nicht ratsam: Es entstehe ein politisches Problem, wenn man die Erziehung der künftigen Bürger letztlich an private Unternehmen delegiere, die aus Profitinteresse die Lehrer durch Roboter ersetzen. Man solle lieber menschliche Lehrer ausbilden. Erziehung und Lehre seien öffentliche Aufgaben, die dazu dienen, den zukünftigen Bürgern einen Schlüssel in die Hand zu geben, um die Welt zu verstehen, eigenständig zu denken, zu lernen mit anderen zusammenzuleben und Ideale anzubieten, für die sich Kinder begeistern können. Das solle Privileg der Allgemeinheit und damit des Staats bleiben. <strong>JB </strong>meint, eine digitale Assistenz für Schüler, Lehrer, behinderte Personen u.ä. könne eine gute Sache sein. Man müsse allerdings darauf achten, dass es nicht nach rein kommerziellen Gesichtspunkten zugehe. Die Politik müsse die Entscheidungsmacht in diesen Dingen auf jeden Fall behalten. <strong>AA</strong> schlägt vor, man solle der KI den Gebrauch des Personalpronomens »Ich« verbieten. »Ich« könne nur ein Mensch mit Recht sagen. Nur er habe freien Willen und damit die Fähigkeit zur ethischen Entscheidung. Absurditäten wie zB wahnhaften Liebesbeziehungen zu Chatbots sollte nicht Vorschub geleistet werden.</p>
<p>KI ist nicht in der Lage, den Algorithmus zu verlassen. Während viele Menschen ohne besondere Kenntnis der Denkgesetze intuitiv gut und richtig leben, hat KI keine Intuition. Sie kennt weder Glaube, Hoffnung noch Liebe. Das macht ihre Dummheit aus: Sie kennt sich selbst nicht. Auf der Fähigkeit, sich selbst als Ich wahrzunehmen, beruht nicht weniger als die Würde des Menschen. Sie ist, anders als <strong>Art. 1 Abs. 1 GG</strong> es will: antastbar. Die »Dignitas hominis« (Pico della Mirandola) wird der Mensch in den Wind schießen, wenn er sich selbst zu einem Sklaven der Algorithmen und somit zum Verrotten in der ewigen Finsternis der <strong>KD</strong> (Künstlichen Dummheit) verurteilt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Jean Moreas: Stances (15.02.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/jean-moreas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 20:23:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://christophschmitzscholemann.de/?p=5141</guid>

					<description><![CDATA[<p>    Jean Moreas: Stances (15.02.26) &#160; Sag nicht: »Leben ist nichts als Feiern und Prassen.« So redet die niedere Seele und der alberne Geist. Vor allem sag niemals, daß Leben nur endloses Unglück heißt. So reden Feiglinge, wenn sie sich gehen lassen. Lach wie die jungen Zweige im Frühling: Erzitter, Heul wie der Nordwind, [&#8230;]</p>
<p>La entrada <a href="https://christophschmitzscholemann.de/jean-moreas/">Jean Moreas: Stances (15.02.26)</a> se publicó primero en <a href="https://christophschmitzscholemann.de">Christoph Schmitz-Scholemann Textarchiv</a>.</p>
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<li>   <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Jean Moreas: Stances (15.02.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sag nicht: »Leben ist nichts als Feiern und Prassen.«<br />
So redet die niedere Seele und der alberne Geist.<br />
Vor allem sag niemals, daß Leben nur endloses Unglück heißt.<br />
So reden Feiglinge, wenn sie sich gehen lassen.</p>
<p>Lach wie die jungen Zweige im Frühling: Erzitter,<br />
Heul wie der Nordwind, zerfließ wie Wasser am Ufersaum,<br />
Genieß alle Freuden, durchleide die Qualen, sei heiter, sei bitter<br />
Und sag: Leben ist viel, es ist &#8211; eines Schattens Traum.</p>
<p>Der Autor dieser Zeilen, Jean Moreas, hieß eigentlich Ioannis Papadiamantopoulos: Er wurde am 15.4.1856 in Athen geboren und lebte meist in Frankreich, wo er 1910 starb. Im September 1886 veröffentlichte er im Pariser Figaro ein Dokument, das nach Auffassung vieler Literaturwissenschaftler sehr wichtig für die Entwicklung der Lyrik und der Malerei war, das Manifest des Symbolismus. Im September 1891 veröffentlichte er erneut ein wichtiges Dokument der Literaturgeschichte, nämlich das Manifest des Antisymbolismus. Danach schrieb er bis zu seinem Tode keine wichtigen Dokumente mehr, sondern nur noch Gedichte; darüber zu streiten, ob man sie symbolistisch oder antisymbolistisch nennen sollte, wäre wahrscheinlich aus kulturhistorischer, anthropologischer, sozialpsychologischer, literaturgeologischer usf. Sicht sehr wichtig; allerdings scheint Jean Moreas, als er seine Gedichte schrieb, die wichtigen Fragen, ja vielleicht die Wichtigkeit selbst nicht mehr für wichtig gehalten zu haben; er hielt sich lieber mit unbegreiflich einfachen Dingen auf, wie Schatten und Angst, Lachen, Tod, den Launen des Winds, der Meere und Monde und des Zustands L&#8230;. Hier noch die französische Fassung des Gedichts, dessen obenstehende Übersetzung von mir stammt. Mit dem heute wenig geläufigen, aus dem Italienischen entlehnten Wort Stanze (französisch: „stance“) ist ein regelmäßig gebautes Gedicht einfachen und lehrhaften Inhalts bezeichnet.</p>
<p><em>Jean Moreas: Stance</em></p>
<p><em>Ne dites pas: la vie est un joyeux festin ;<br />
</em><em>Ou c&#8217;est d&#8217;un esprit sot ou c&#8217;est d&#8217;une âme basse.<br />
</em><em>Surtout ne dites point : elle est malheur sans fin ;<br />
</em><em>C&#8217;est d&#8217;un mauvais courage et qui trop tôt se lasse.</em><em> </em></p>
<p><em>Riez comme au printemps s&#8217;agitent les rameaux,<br />
</em><em>Pleurez comme la bise ou le flot sur la grève,<br />
</em><em>Goûtez tous les plaisirs et souffrez tous les maux ;<br />
</em><em>Et dites : c&#8217;est beaucoup et c&#8217;est l&#8217;ombre d&#8217;un rêve.</em></p>
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		<title>Khalil Gibran Deine Kinder sind nicht Deine Kinder (01.02.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/khalil-gibran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 15:21:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Khalil Gibran: Deine Kinder sind nicht Deine Kinder (01.02.26) &#160; Deine Kinder sind nicht Deine Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Du hast sie gezeugt, aber nicht geschaffen. Sie sind Dir nah, aber sie gehören Dir nicht. Du kannst ihnen Deine Liebe geben, aber nicht [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Khalil Gibran: Deine Kinder sind nicht Deine Kinder (01.02.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Deine Kinder sind nicht Deine Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Du hast sie gezeugt, aber nicht geschaffen. Sie sind Dir nah, aber sie gehören Dir nicht. Du kannst ihnen Deine Liebe geben, aber nicht Dein Denken. Sie haben ihre eigenen Gedanken. Du kannst ihren Körpern ein Zuhause geben, aber nicht ihren Seelen. Denn ihre Seelen leben im Haus der Zukunft. Da kommst Du nicht rein, nicht mal im Traum. Du kannst versuchen, wie sie zu sein, aber versuche nicht, sie Dir ähnlich zu machen. Denn das Leben geht keinen Schritt zurück. Es macht keine Pausen in der Vergangenheit. Du bist der Bogen, von dem Deine Kinder als lebendige Pfeile in die Zukunft fliegen. Der Schütze hat die Zielmarke auf dem Weg ins Unendliche im Blick. Und er gibt Dir, dem Bogen, die richtige Spannung und Kraft, damit die Pfeile schnell und weit fliegen. Beuge Dich dem Schützen mit Freude. Denn ebenso wie er den fliegenden Pfeil liebt,  liebt er auch den stabilen Bogen.</p>
<p><em>Your children are not your children. They are the sons and daughters of Life’s longing for itself. They come through you but not from you, And though they are with you, yet they belong not to you. You may give them your love but not your thoughts, For they have their own thoughts. You may house their bodies but not their souls, For their souls dwell in the house of tomorrow, which you cannot visit, not even in your dreams. You may strive to be like them, but seek not to make them like you. For life goes not backward nor tarries with yesterday. You are the bows from which your children as living arrows are sent forth. The Archer sees the mark upon the path of the infinite, and He bends you with His might that His arrows may go swift and far. Let your bending in the Archer’s hand be for gladness; for even as He loves the arrow that flies, so He loves also the bow that is stable.</em></p>
<p>Khalil Gibran wurde am 6. Januar 1883 in Bischarri – heute Libanon – geboren, wanderte mit seiner Mutter in die USA aus, machte sich als Dichter, Philosoph und bildender Künstler einen Namen und starb am 10. April 1931 in New York City.</p>
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		<title>Ithaka. Ein Gedicht von Konstantinos Kavafis (15.01.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/ithaka/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 12:11:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Ithaka. Ein Gedicht von Konstantinos Kavafis (15.01.26) &#160; In Erinnerung an Dr. Wulf Gravenhorst Im Sommer 2026 soll die Odyssee des Homer wieder einmal als Spielfilm in die Kinos kommen. Ein großer Regisseur in Gestalt von Christopher Nolan und bedeutende Schauspieler wie Matt Damon, Tom Holland und Anne Hathaway werden für Umsatz sorgen. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Ithaka. Ein Gedicht von Konstantinos Kavafis (15.01.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>In Erinnerung an Dr. Wulf Gravenhorst</em></p>
<p>Im Sommer 2026 soll die <em>Odyssee</em> des Homer wieder einmal als Spielfilm in die Kinos kommen. Ein großer Regisseur in Gestalt von Christopher Nolan und bedeutende Schauspieler wie Matt Damon, Tom Holland und Anne Hathaway werden für Umsatz sorgen. Es wird interessant sein zu sehen, wie Nolan den schon so oft literarisch, theatralisch und auch cineastisch bearbeiteten, über zweieinhalbtausend Jahre alten sagenhaften Stoff für unsere Zeit deutet und inszeniert. Der Film ist  allerdings nicht die einzige Neubearbeitung des homerischen Epos: Schon am 18. März dieses Jahres kommt die presigekrönte Dichterin und Literatur-Professorin Ulrike Draesner nach Weimar-Taubach und stellt ihre innovative und feministische Fortschreibung der mit viel Männlichkeit aufgeladenen Odyssee vor.</p>
<p>Eine ganz andere Perspektive bestimmt das Gedicht „Ithaka“ des griechischen Dichters Konstantin Kavafis (1863–1933). Er nimmt Homers Odyssee als eine Metapher für die Lebensreise des Menschen. Die Reise des Odysseus aus dem Krieg in Troja nach Hause ist beschwerlich, lang und voller schöner und grausiger Abenteuer und Umwege. Der Held begeht Fehler um Fehler, erotische Ausschweifungen und brutale Exzesse inbegriffen. Er ist ein – in heutigen Begriffen gesprochen – schwer traumatisierter Kriegsheimkehrer. Als er in Ithaka, seiner kleinen, unbedeutenden Heimatinsel im Ionischen Meer ankommt, ist er froh, kann aber seine grausame Seite nicht verbergen.</p>
<p>Das Gedicht „Ithaka“ liest sich leicht und man kann vor allem aus dem Schluss viele Schlüsse ziehen.</p>
<p>Konstantinos Kavafis: Ithaka</p>
<p>Wenn Du nach Ithaka fährst<br />
Bete zu den Göttern, dass es eine lange Reise wird,<br />
Dass sie Dir viele Abenteuer schenkt<br />
Und dass Du eine Menge lernst.<br />
Die Laistrygonen und die Kyklopen<br />
Und den Zorn des Poseidon brauchst Du<br />
nicht zu fürchten, wenn Dein Denken unterwegs<br />
Hochherzig und ehrenvoll bleibt und wenn Dein Körper<br />
Und Dein Geist tief entspannt und ruhig sind.<br />
Den Ungeheuern und  grässlichen Riesen<br />
Und dem randalierenden Meeresgott wirst Du nicht begegnen<br />
Wenn Du ihnen keinen Platz in Deiner Seele gibst<br />
Und wenn Deine Seele sie Dir nicht in den Weg stellt.</p>
<p>Bete darum, dass es eine lange Reise wird.<br />
Bete, dass Du unzählige Sommermorgen erlebst,<br />
An denen Du vor Glück und Freude überläufst,<br />
während Du in nie zuvor gesehene Häfen einfährst.<br />
Besuche die phönizischen Märkte kauf Dir schöne<br />
Sachen, Smaragde und Korallen, Bernstein,<br />
Schwarzes Ebenholz und duftende Gewürze.<br />
Kauf Dir soviele betörende Düfte wie Du kannst,<br />
Besuche die vielen ägyptischen Städte<br />
Lerne und lerne von den Weisen.</p>
<p>Denke immer an Ithaka.<br />
Dein Ziel ist es, dort anzukommen.<br />
Aber beeile Dich nicht.<br />
Besser, es dauert ein paar Jahre mehr<br />
Und Du kommst als alter Mann auf die Insel,<br />
Reich von all dem, was Du auf dem Weg gewonnen hast<br />
Die Reichtümer auf Ithaka nicht mitgerechnet.</p>
<p>Ithaka hat Dir eine glänzenden Reise gegeben.<br />
Ohne Ithaka wärst Du nicht aufgebrochen.<br />
Ithaka ist Dir nichts mehr schuldig.</p>
<p>Du findest Ithaka ärmlich?<br />
Aber die Insel hat Dich nicht betrogen.<br />
Du bist weise geworden und<br />
Du hast soviel Erfahrung gewonnen auf den Reisen.<br />
Du wirst auch gelernt haben,<br />
Was Ithaka eigentlich bedeutet.</p>
<p>Κωνσταντίνος Καβάφης:</p>
<p>Ιθάκη´</p>
<p>Σα βγεις στον πηγαιμό για την Ιθάκη,<br />
να εύχεσαι νάναι μακρύς ο δρόμος,<br />
γεμάτος περιπέτειες, γεμάτος γνώσεις.<br />
Τους Λαιστρυγόνας και τους Κύκλωπας,<br />
τον θυμωμένο Ποσειδώνα μη φοβάσαι,<br />
τέτοια στον δρόμο σου ποτέ σου δεν θα βρεις,<br />
αν μέν’ η σκέψις σου υψηλή, αν εκλεκτή<br />
συγκίνησις το πνεύμα και το σώμα σου αγγίζει.</p>
<p>Τους Λαιστρυγόνας και τους Κύκλωπας,<br />
τον άγριο Ποσειδώνα δεν θα συναντήσεις,<br />
αν δεν τους κουβανείς μες στην ψυχή σου,<br />
αν η ψυχή σου δεν τους στήνει εμπρός σου.</p>
<p>Να εύχεσαι νάναι μακρύς ο δρόμος.<br />
Πολλά τα καλοκαιρινά πρωιά να είναι<br />
που με τι ευχαρίστησι, με τι χαρά<br />
θα μπαίνεις σε λιμένας πρωτοειδωμένους·<br />
να σταματήσεις σ’ εμπορεία Φοινικικά,<br />
και τες καλές πραγμάτειες ν’ αποκτήσεις,<br />
σεντέφια και κοράλλια, κεχριμπάρια κ’ έβενους,<br />
και ηδονικά μυρωδικά κάθε λογής,<br />
όσο μπορείς πιο άφθονα ηδονικά μυρωδικά·<br />
σε πόλεις Aιγυπτιακές πολλές να πας,<br />
να μάθεις και να μάθεις απ’ τους σπουδασμένους.</p>
<p>Πάντα στον νου σου νάχεις την Ιθάκη.<br />
Το φθάσιμον εκεί είν’ ο προορισμός σου.<br />
Aλλά μη βιάζεις το ταξείδι διόλου.<br />
Καλλίτερα χρόνια πολλά να διαρκέσει·<br />
και γέρος πια ν’ αράξεις στο νησί,<br />
πλούσιος με όσα κέρδισες στον δρόμο,<br />
μη προσδοκώντας πλούτη να σε δώσει η Ιθάκη.</p>
<p>Η Ιθάκη σ’ έδωσε τ’ ωραίο ταξείδι.<br />
Χωρίς αυτήν δεν θάβγαινες στον δρόμο.<br />
Άλλα δεν έχει να σε δώσει πια.<br />
Κι αν πτωχική την βρεις, η Ιθάκη δεν σε γέλασε.<br />
Έτσι σοφός που έγινες, με τόση πείρα,<br />
ήδη θα το κατάλαβες η Ιθάκες τι σημαίνουν.</p>
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		<title>28. Mai 2026 &#8211; 19:00 Uhr &#8211; Schloss Ettersburg – „Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig.&#8220; Tagebücher 1980 – 2021. Monika Maron im Gespräch mit Christoph Schmitz-Scholemann</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/15-5-2025-2-2-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 11:55:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Terminvorschau]]></category>
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			</item>
		<item>
		<title>18. März 2026  &#8211; 19 Uhr &#8211; Taubach, Kirche St. Ursula,  Kirchplatz 1 &#8211; Ulrike Draesner liest aus ihrem Postepos „penelopes sch()iff). Einleitende Worte: Christoph Schmitz-Scholemann</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/15-5-2025-2-2-3-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 11:53:34 +0000</pubDate>
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			</item>
		<item>
		<title>12. März 2026 – 19.00  Uhr – Weimar, LiteraturEtage, Marktstraße 2-4: Anke Engelmann: Vorstellung ihres neuen Romans „Blender“ . Moderation: Christoph Schmitz-Scholemann</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/15-5-2025-2-2-3-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 11:52:48 +0000</pubDate>
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