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	<title>Christoph Schmitz-Scholemann Textarchiv</title>
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		<title>Die Nacktschnecke. Zwei Gedichte von Wolfgang Haak und ein kurzer Kommentar (01.07.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/nacktschnecke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 07:36:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Die Nacktschnecke. Zwei Gedichte von Wolfgang Haak und ein kurzer Kommentar (01.07.26) &#160; plage erst der schein, dann das sein: nachbars stirnlampe gegen mitternacht: jagd auf nacktschnecken – behüte uns flora vor dieser muschpoke von fauna – unkräuter reihenweise niedergemäht und verflucht mit zaubersprüchen aus ratgebern, das geschliffene wurzelmesser griffbereit. später der frost [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Die Nacktschnecke. Zwei Gedichte von Wolfgang Haak und ein kurzer Kommentar (01.07.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>plage</strong></p>
<p>erst der schein, dann das sein:<br />
nachbars stirnlampe gegen mitternacht:<br />
jagd auf nacktschnecken –<br />
behüte uns flora vor dieser muschpoke<br />
von fauna – unkräuter reihenweise<br />
niedergemäht und verflucht mit<br />
zaubersprüchen aus ratgebern,<br />
das geschliffene wurzelmesser<br />
griffbereit.<br />
später der frost unter leergefegten<br />
futterhäusern, rosmarien, salbei und<br />
thymian winterfest, grün,<br />
und noch viel grüner als grün,<br />
zeit für den bau von schneckenzäunen,<br />
an denen der spaß endlich aufhören sollte,<br />
obwohl nacktschnecken tiefgefroren<br />
überwintern können.<br />
gibt noch viel zu tun im hoheitsgebiet.</p>
<p><strong>feststellung</strong></p>
<p>der mensch an sich wird immer<br />
grußloser und genauso unsozial<br />
wie die nacktschnecken an sich.<br />
der mensch allerdings,<br />
wenn er ich sagt,<br />
meint keinesfalls nacktschnecken.</p>
<p><em>Die oben stehenden Gedichte des Weimarer Schriftstellers Wolfgang Haak sind bisher nicht veröffentlicht. Sie haben, wie es oft in seinen zwischen Lyrik und Prosa schwebenden Kurztexten* der Fall ist, die Gabe des Dichters zu beängstigend genauer Beobachtung und Beschreibung zur Grundlage und öffnen dann die Tür zu einer – manchmal nur angedeuteten – anthropologischen Betrachtung. </em></p>
<p><em>In den Nacktschnecken-Texten steht die Haltung des zu allem entschlossenen Phänotypen des Homo Horticulturalis im Mittelpunkt:</em></p>
<p><em>Die mörderische Leidenschaft, mit der mancher Gartenfreund sich nachts der Schädlingsjagd hingibt, ist bedenkenswert. Selbstverständlich geht die Mordwut Hand in Hand mit dem als fraglos richtig und deshalb durchsetzungswürdig angesehen Ziel, Salat und Gemüse nicht mit den ohnehin stummen und schleimigen Schnecken teilen zu müssen. Es ist der Mensch, der allein entscheidet, was an Gottes Schöpfung zu leben verdient und was notfalls im Schutz der Dunkelheit abgemurkst werden darf. Der Mensch ist sich totensicher, dass ihm dieses Urteil zusteht. Die Nacktschnecken würden das vermutlich umgekehrt genauso sehen. Aber der Mensch, wenn er von sich spricht, hat die bedenkenswerten Parallelen zwischen seinem Reich und dem der Nacktschnecke schlicht nicht auf der Rechnung.</em></p>
<p><em>* Zuletzt erschienen: Wortlandschaften 2, Axel Dielmann-Verlag KG, Frankfurt am Main, 2025, Wortlandschaften 1, Axel Dielmann-Verlag KG, Frankfurt am Main, 2024; Verhaltene Botschaft, Gedichte, Edition Muschelkalk im Mitteldeutschen Verlag, Halle/Saale 2024. I</em><em>mmer lesenswert und voller Überraschungen die Webseite: <a href="https://www.whaak.de/" target="_blank" rel="noopener">https://www.whaak.de/</a></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>John Keats nachträglich zum 205. Geburtstag – Ruhm ist launisch (15.06.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/john-keats/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 06:20:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    John Keats nachträglich zum 205. Geburtstag* – Ruhm ist launisch (15.06.26) &#160; Dass die meisten Schriftstellerinnen und Schriftsteller auf die Frage, warum sie Gedichte schreiben, alles Mögliche anführen, z.B. weil es ihr Körper braucht, weil Dichten Sauerstoff produziert, weil die Natur Lyrik zum Überleben braucht, weil man damit für Geschlechtergerechtigkeit oder für Frieden [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">John Keats nachträglich zum 205. Geburtstag* – Ruhm ist launisch (15.06.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dass die meisten Schriftstellerinnen und Schriftsteller auf die Frage, warum sie Gedichte schreiben, alles Mögliche anführen, z.B. weil es ihr Körper braucht, weil Dichten Sauerstoff produziert, weil die Natur Lyrik zum Überleben braucht, weil man damit für Geschlechtergerechtigkeit oder für Frieden oder sonstige Ziele werben möchte bis zu der Behauptung, man strebe eine neue Ästhetik des Substrukturalismus an, man wolle ein Loch in die Zeit brennen und das Dichten mache einfach ganz ganz wahnsinnigen Spaß usf. – aber eine eigentlich naheliegende Antwort wird so gut wie nie gegeben, was darauf schließen lässt, dass diese eine Antwort die Wahrheit auf ihrer Seite weiß: Man dichtet aus Ehrgeiz – man will berühmt werden, berühmter als andere. Das ist ein herkunfts- und geschlechtsübergreifend herrschendes Motiv und es ist nichts Ehrenrühriges daran, geehrt werden zu wollen. Die alten Griechen ließen bei ihren olympischen und anderen Wettspielen nicht nur athletische Koryphäen zu, sondern auch Sänger, Gerichtsredner und Lyriker, Bildhauer und Musiker. Eigentlich ging es neben ein paar Preisgeldern oder anderen materiellen Vorteilen nahezu ausschließlich um Ruhm. Das galt nicht als verwerflich. Auch John Keats (1795–1821) sah das so, er hat um Ruhm gekämpft. Hier ist sein Sonett Nr. 57, in dem er verrät, <em>wie</em> man sein Ziel (vielleicht) erreicht. Nämlich, indem man es gerade so macht, wie es auch heute meistens geschieht: Man tut, als ob einen die Berühmtheit nichts anginge.</p>
<p><strong>Sonett 57</strong></p>
<p>Berühmtheit ist ein stures Mädchen und sie scheut<br />
alle, die vor ihr auf die Knie gehen, wie Sklaven,<br />
indes sie sich mit Wonne und mit Lust erfreut<br />
an einem träumerischen absichtslosen Knaben.</p>
<p>Eine Zigeunerin ist sie und mag nicht reden<br />
mit dem, der immer seufzt und sagt, wie soll ich leben<br />
ohne Dich!? Kalt wie ein Stein, stört es sie nicht,<br />
was man im Stillen Schlimmes von ihr flüstert oder spricht.</p>
<p>Ja, ein Zigeunermädchen ist sie, und sehr weit<br />
entfernt am Nil geboren, voll Eifersucht wie Potiphar**.<br />
Ihr Dichter! Gebt ihr Hohn für Hohn und bar für bar!</p>
<p>Ihr liebeskranken Sänger! Ihr Verrückten, die ihr seid!<br />
Verbeuget Euch und sagt: »Ich brauch Dich nicht! Hau ab!« Nur dann –<br />
Und wenn sie Lust hat, folgt sie euch, nur dann!</p>
<p><strong>Sonett 57</strong></p>
<p>Fame, like a wayward girl, will still be coy<br />
To those who woo her with too slavish knees,<br />
But makes surrender to some thoughtless boy,<br />
And dotes the more upon a heart at ease;<br />
She is a Gipsey,—will not speak to those<br />
Who have not learnt to be content without her;<br />
A Jilt, whose ear was never whisper’d close,<br />
Who thinks they scandal her who talk about her;<br />
A very Gipsey is she, Nilus-born,<br />
Sister-in-law to jealous Potiphar;<br />
Ye love-sick Bards! repay her scorn for scorn;<br />
Ye Artists lovelorn! madmen that ye are!<br />
Make your best bow to her and bid adieu,<br />
Then, if she likes it, she will follow you.</p>
<p>* Kalenderblatt zum 200. Geburtstag vom 23. Februar 2021 abrufbar bei <a href="https://www.youtube.com/watch?v=j8bslcIf48c" target="_blank" rel="noopener"><em>YouTube</em>.</a></p>
<p>** Potiphar war ein hoher ägyptischer Beamter, der Jakobs Sohn Joseph als Sklaven kaufte. Die Frau des Potiphar verliebte sich in Josef und wollte ihn verführen. Josef ließ sie abblitzen, woraufhin sie Joseph der sexuellen Belästigung bezichtigte. Potiphar glaubte ihr und ließ Joseph ins Gefängnis werfen.</p>
<p>*** Das Wort »gipsey« anders als durch »Zigeuner« zu übersetzen oder ganz wegzulassen, würde den Sinngehalt und die Poesie des historischen Wortlauts stören. Bestätigt sehe ich mich durch den Kölner Musiker Markus Reinhardt. Er ist ein Großneffe des Franzosen Django Reinhardt, der als Begründer des europäischen Jazz gilt. Markus Reinhardt bezeichnet sich selbst als »deutschen Zigeuner«, die Wortwahl »Sinti und Roma« findet er persönlich politisch überkorrekt. <a href="https://www.ksta.de/koeln/holocaust-gedenktag-bundestag-ns-opfer-sinti-und-roma-koelner-markus-reinhardt-erzaehlt-726262" target="_blank" rel="noopener"><em>Kölner Stadtanzeiger vom 31. Januar 2024.</em></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gottfried Benn (1886–1956): Was schlimm ist (01.06.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/benn-was-schlimm-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 17:45:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Gottfried Benn (1886–1956): Was schlimm ist (01.06.26) &#160; Gottfried Benn (1886–1956) WAS SCHLIMM IST &#160; Wenn man kein Englisch kann, von einem guten englischen Kriminalroman zu hören, der nicht ins Deutsche übersetzt ist. Bei Hitze ein Bier sehn, das man nicht bezahlen kann. Einen neuen Gedanken haben, den man nicht in einen Hölderlinvers [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Gottfried Benn (1886–1956): Was schlimm ist (01.06.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceTemp"></div>
<p>Gottfried Benn (1886–1956)</p>
<p>WAS SCHLIMM IST</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn man kein Englisch kann,<br />
von einem guten englischen Kriminalroman zu hören,<br />
der nicht ins Deutsche übersetzt ist.</p>
<p>Bei Hitze ein Bier sehn,<br />
das man nicht bezahlen kann.</p>
<p>Einen neuen Gedanken haben,<br />
den man nicht in einen Hölderlinvers einwickeln kann,<br />
wie es die Professoren tun.</p>
<p>Nachts auf Reisen Wellen schlagen hören<br />
und sich sagen, daß sie das immer tun.</p>
<p>Sehr schlimm: eingeladen sein,<br />
wenn zu Hause die Räume stiller,<br />
der Café besser<br />
und keine Unterhaltung nötig ist.</p>
<p>Am schlimmsten:<br />
nicht im Sommer sterben,<br />
wenn alles hell ist<br />
und die Erde für Spaten leicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Immer, wenn die allgemeine oder persönliche Nachrichtenlage meine Laune verdüstert, kommt mir das oben abgedruckte Gedicht von Gottfried Benn in den Sinn. Man muss es nicht kommentieren oder in „Hölderlin-Verse“ einwickeln. Das Inkommensurable der beschriebenen Lebenssituationen und der schnoddrige Ton geben den Strophen eine Art tröstlicher Melancholie, die ihren Weg ganz leicht ins limbische System des Rezipienten findet. Dass Gottfried Benn – dem in der letzten Strophe aufscheinenden Wunsch entsprechend – tatsächlich im Sommer starb, nämlich am 7. Juli 1956, konnte er beim Schreiben des Gedichts im Jahr 1953 nicht wissen. Und dass sich hinter der Schlusszeile ein Trostwort des römischen Dichters Martial verbirgt, ist im Gedicht noch nicht einmal angedeutet: „Sit tibi terra levis“ – „Möge die Erde Dir leicht sein.“</p>
<p>Übrigens hatte schon Martial die Bitte um leichte Erde gelegentlich in einen satirischen Kontext gestellt: „Sit tibi terra levis mollique tegaris harena, /ne tua non possint eruere ossa canes.“ „Sei Dir die Erde leicht und hoffentlich wärmt Dich der Sand, / so graben die Hunde Deine Gebeine leichter aus.“ <a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></p>
<p>Der Text des Gedichtes folgt dem der Ausgabe „Gesammelte Gedichte“, 2. Auflage 1957, Limes-Verlag, Wiesbaden – Verlag der Arche, Zürich</p>
<p>Die Veröffentlichung auf dieser Webseite erfolgt mit freundlicher Genehmigung der J. G. Cotta&#8217;sche Buchhandlung Nachfolger GmbH, Stuttgart. Vielen herzlichen Dank dafür!</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Hartmut Wulfram: Sit tibi terra levis. Eine Grabinschriftenformel in den Epigrammbüchern Martials;</p>
<p>October 2019 DOI:10.1515/9783110641042-004 LicenseCC BY-NC-ND 4.0 In book: Antike Texte und ihre Materialität (pp.45-66)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>27. Oktober 2026 19.00 Uhr &#8211; Literaturhaus Leipzig  e.V. Gerichtsweg 28 &#8211; „Einmal durch die Odyssee in 60 Minuten“ &#8211;  Szenische Lesung mit Hannah Deibel, Anastasios Iakovou, Jakob Schmitz und Christoph Schmitz-Scholemann</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/15-5-2025-2-2-3-4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 18:21:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>La entrada <a href="https://christophschmitzscholemann.de/15-5-2025-2-2-3-4/">27. Oktober 2026 19.00 Uhr &#8211; Literaturhaus Leipzig  e.V. Gerichtsweg 28 &#8211; „Einmal durch die Odyssee in 60 Minuten“ &#8211;  Szenische Lesung mit Hannah Deibel, Anastasios Iakovou, Jakob Schmitz und Christoph Schmitz-Scholemann</a> se publicó primero en <a href="https://christophschmitzscholemann.de">Christoph Schmitz-Scholemann Textarchiv</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>La entrada <a href="https://christophschmitzscholemann.de/15-5-2025-2-2-3-4/">27. Oktober 2026 19.00 Uhr &#8211; Literaturhaus Leipzig  e.V. Gerichtsweg 28 &#8211; „Einmal durch die Odyssee in 60 Minuten“ &#8211;  Szenische Lesung mit Hannah Deibel, Anastasios Iakovou, Jakob Schmitz und Christoph Schmitz-Scholemann</a> se publicó primero en <a href="https://christophschmitzscholemann.de">Christoph Schmitz-Scholemann Textarchiv</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der verliebte Federhalter (15.05.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/der-verliebte-federhalter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 18:15:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Der verliebte Federhalter (15.05.26) &#160; Der italienische Dichter Guido Cavalcanti lebte von 1250 bis 1300 in Florenz. Er ist in Deutschland nicht übermäßig bekannt. In Italien genießt er beträchtlichen Ruhm, zumal Italo Calvino (1923 – 1985) große Stücke auf ihn hielt, unter anderem wegen eines Gedichts. Es ist ein klassisch gebautes Sonett und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Der verliebte Federhalter (15.05.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceTemp"></div>
<p>Der italienische Dichter Guido Cavalcanti lebte von 1250 bis 1300 in Florenz. Er ist in Deutschland nicht übermäßig bekannt. In Italien genießt er beträchtlichen Ruhm, zumal Italo Calvino (1923 – 1985) große Stücke auf ihn hielt, unter anderem wegen eines Gedichts. Es ist ein klassisch gebautes Sonett und beinhaltet eine Liebeserklärung.</p>
<p>Das Besondere an dieser Liebeserklärung: Sie setzt an die Stelle der üblicherweise benutzten fiktiven Pose – der Liebende kniet, überreicht eine Blume oder singt zur Guitarre – die reale Situation des mit Feder, Tinte und Papier arbeitenden Verehrers. Das Bekenntnis wird nicht vom Verehrer selbst, sondern  vom Schreib-Werkzeug ausgesprochen, das für Hand und Herz des verliebten Dichters einstehen muss, also – wir sind im 13. Jahrhundert &#8211; Feder, Federmesser, Schabemesser und das Papier. Sie bilden mit dem Liebenden gemeinsam die für ein Liebesgedicht übliche, wenn nicht unersetzliche Erste Person Singular.</p>
<p>Hier also zunächst der italienische Text des Gedichts, dann meine recht freie Übersetzung und ein Zitat aus den Bemerkungen von Italo Calvino:</p>
<p>Noi siàn le triste penne isbigotite,<br />
le cesoiuzze e ‘l coltellin dolente,<br />
ch’avemo scritte dolorsamente<br />
quelle parole che vo’ avete udite.</p>
<p>Or vi diciàn perché noi siàn partite<br />
e siàn venute a voi qui di presente:<br />
la man che ci movea dice che sente<br />
cose dubbiose nel core apparite;</p>
<p>le quali hanno destrutto sì costui<br />
ed hannol posto sì presso a la morte,<br />
ch’altro non v’è rimaso che sospiri.</p>
<p>Or vi preghiàn quanto possiàn più forte<br />
che non sdegn[i]ate di tenerci noi<br />
tanto ch’ un poco di pietà vi miri.</p>
<p>Bin leider nur ein trauriger, verwirrter Federhalter und trinke mir<br />
Pro Tag ein halbes Fässchen Tinte. Das hieroglyphische Geschmier,<br />
Das Du, verehrte schöne Dame, auf diesem raschelnden Papier<br />
Hier liesest, soll bedeuten, was ich Dir sagen will: Wir vier,</p>
<p>Federhalter, Tinte, Schrift, Papier, wir haben einen Bund<br />
Geschlossen, weil diese sonderbare Menschenhand,<br />
Die sich und uns bewegt, um Dir die Botschaft kund<br />
Zu tun, beim Schreiben so ein schmerzliches Gefühl empfand:</p>
<p>Es war ein Herzgewühl, schwindelerregend heiß und wild,<br />
Das Herrn und Hand dem Tode nahe brachte. Wir litten<br />
Sehr mit ihm und wollen Dich, Du schöner Traum, von Herzen bitten,</p>
<p>Du mögest doch die Hand des Herrn und auch ihn selbst befreien<br />
Von seinen Qualen: Gestatte, dass wir Dir unser aller Leben weihen<br />
Und bei Dir sein dürfen. Dann wäre unsre Sehnsucht ganz gestillt.</p>
<p><em>Italo Calvino schrieb dazu: Es ist ein Sonett, das fast in jedem Vers von Schmerz spricht und doch ist der Effekt, die Musik ein Allegro con brio von außergewöhnlicher Leichtigkeit. Mit diesen Versen eröffnet Guido Cavalcanti die moderne Dichtung. Er eröffnet sie und beschließt sie gleichzeitig. Nach ihm ziehen es die Dichter vor, zu vergessen, dass sie beim Schreiben <u>schreiben</u> und nichts anderes machen. Mehr als 300 Sonette lang gibt Petrarca vor zu glauben, er streife durch die freie Landschaft, leidend und bestürzt, während er in Wahrheit in seinem Studierzimmer sitzt mit der Katze auf den Knien. Und voller Befriedigung an seinen Versen feilt.</em></p>
<p>La entrada <a href="https://christophschmitzscholemann.de/der-verliebte-federhalter/">Der verliebte Federhalter (15.05.26)</a> se publicó primero en <a href="https://christophschmitzscholemann.de">Christoph Schmitz-Scholemann Textarchiv</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jens Kirsten letzte einkehr (01.05.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/letzte-einkehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 06:38:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://christophschmitzscholemann.de/?p=5204</guid>

					<description><![CDATA[<p>    Jens Kirsten: letzte einkehr (01.05.26) &#160; Jens Kirsten letzte einkehr am imbisseck zu beckerskirchhof, drei häuser zehn hunde, rasten sechs wanderer feldwegs nach orlamünde unterwegs per pedes apostolorum freund kirsten zu gedenken der vom zeitlichen ins ewige wechselte brot und wurst auf den tisch der waldschänke gebreitet gekochte eier ein bier käme zupass [&#8230;]</p>
<p>La entrada <a href="https://christophschmitzscholemann.de/letzte-einkehr/">Jens Kirsten letzte einkehr (01.05.26)</a> se publicó primero en <a href="https://christophschmitzscholemann.de">Christoph Schmitz-Scholemann Textarchiv</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Jens Kirsten: letzte einkehr (01.05.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceTemp"></div>
<p class="Text" style="line-height: 150%;">Jens Kirsten</p>
<p class="Text" style="line-height: 150%;">letzte einkehr</p>
<p class="Text" style="line-height: 150%;">am imbisseck zu beckerskirchhof,<br />
drei häuser zehn hunde, rasten<br />
sechs wanderer <i>feldwegs nach<br />
</i><i>orlamünde </i>unterwegs<i> per pedes<br />
</i><i>apostolorum</i> freund kirsten zu<br />
gedenken der vom zeitlichen ins<br />
ewige wechselte brot und wurst auf<br />
den tisch der waldschänke gebreitet<br />
gekochte eier ein bier käme zupass<br />
doch die luke am eck ist herunter-<br />
gelassen im garten gebell umringt<br />
von seinen lieblingen naht der wirt<br />
ob ein bier für jeden verkäuflich wäre<br />
heute am schliesstag die wanderer<br />
nähmen es gern aus der flasche das,<br />
wird ihnen die überaus freundliche<br />
antwort zuteil, kommt nun überhaupt<br />
nicht in frage wo es doch ein kühles<br />
helles vom fass gibt er greift mit<br />
unverwechselbarer geste einhändig<br />
fünf gläser vom bord holt eins nach<br />
und poliert sie eines nach dem anderen<br />
gründlich an einem speckigen wischtuch<br />
die gläser klingen wir trinken vorsichtig<br />
vom rand – harry auf dein spezielles</p>
<p>Anfang Mai 2023 wanderten Christoph Schmitz-Scholemann, Harry Oberländer, Michael Knoche, Wolfgang Haak, Jan Röhnert und Jens Kirsten auf den Spuren eines Gedichts und ihres Dichterfreundes Wulf Kirsten &#8222;feldwegs nach Orlamünde&#8220;. Von Milda nach Plinz, wo der Künstler Jochen Bach lebte, durch den Mordgrund nach Beckerskirchhof, zum Schönberg, hinunter in den Reinstädter Grund nach Reinstädt, steil hinauf nach Martinroda und von hier auf der Hohen Straße nach Orlamünde. Eine schöne Tagestour, die zu allen Jahreszeiten ihren besonderen Reiz hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5207 size-full" src="https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/04/Die-Wanderer.jpg" alt="" width="1000" height="750" srcset="https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/04/Die-Wanderer.jpg 1000w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/04/Die-Wanderer-300x225.jpg 300w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/04/Die-Wanderer-768x576.jpg 768w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/04/Die-Wanderer-510x382.jpg 510w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
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		<title>Griechisch – Römisch (15.04.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/griechisch-roemisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 04:09:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Griechisch – Römisch (15.04.26) &#160; Griechisch &#8211; Römisch Liebesgedichte zum beispiel Schreibe ich wenn meine geliebte Neben mir im bett liegt und einen kräuterduft Um sich herum hat während sie Den sprachkurs von duolingo Absolviert und punkte sammelt Mit dem wort currykraut Abwechselnd in Griechisch und Römisch Während ich rumdöse Manchmal wenn sie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Griechisch – Römisch (15.04.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceTemp"></div>
<p>Griechisch &#8211; Römisch</p>
<p>Liebesgedichte zum beispiel<br />
Schreibe ich wenn meine geliebte<br />
Neben mir im bett liegt und einen kräuterduft<br />
Um sich herum hat während sie<br />
Den sprachkurs von duolingo<br />
Absolviert und punkte sammelt<br />
Mit dem wort currykraut<br />
Abwechselnd in Griechisch und Römisch<br />
Während ich rumdöse<br />
Manchmal wenn sie zu Guanchen-Pfiffen und<br />
Papperlapappisch übergeht und die punktzahl<br />
Es erlaubt gibt sie dem schwarzen<br />
Kater, der ich grade werden will<br />
Einen klaps und sagt hopp hopp mach kaffee<br />
Rena will frühstücken an erfolgen<br />
Sagt sie lernt man mehr als<br />
An den niederlanden.<br />
Ahnt ihr warum ich sie<br />
Nie verlassen werde?<br />
Sie ist ein kognitives netzwerk<br />
Und frei von ambiguitätstoleranz<br />
Wenn sie dir eine pfeffert<br />
Hast dus verdient</p>
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		<item>
		<title>Ein Gefühls-Umbruch – Meeresstille und Glückliche Fahrt (01.04.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/meeresstille/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 14:43:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Ein Gefühls-Umbruch – Meeresstille und Glückliche Fahrt (01.04.26) &#160; Die beiden kurzen Goethe-Gedichte »Meeresstille« und »Glückliche Fahrt« gehören zusammen. Es geht um einen schockartigen Gefühls-Umbruch, nämlich den sehr plötzlichen Wechsel von entsetzlicher Angst und Hilflosigkeit in triumphale Aufbruchs-Euphorie. Das 1795 erstmals veröffentlichte und zwei Jahrzehnte später von Beethoven vertonte  Doppelgedicht beginnt so: Tiefe [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Ein Gefühls-Umbruch – Meeresstille und Glückliche Fahrt (01.04.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceTemp"></div>
<p>Die beiden kurzen Goethe-Gedichte »Meeresstille« und »Glückliche Fahrt« gehören zusammen. Es geht um einen schockartigen Gefühls-Umbruch, nämlich den sehr plötzlichen Wechsel von entsetzlicher Angst und Hilflosigkeit in triumphale Aufbruchs-Euphorie. Das 1795 erstmals veröffentlichte und zwei Jahrzehnte später von Beethoven vertonte  Doppelgedicht beginnt so:</p>
<p>Tiefe Stille herrscht im Wasser,<br />
Ohne Regung ruht das Meer<br />
Und bekümmert sieht der Schiffer<br />
Glatte Fläche ringsumher.<br />
Keine Luft von keiner Seite!<br />
Todesstille fürchterlich!<br />
In der ungeheuern Weite<br />
Reget keine Welle sich.</p>
<p>Beethoven, so hat man gesagt, habe mit seiner Vertonung die Stille in Musik zu übersetzen versucht. Es sind in der Tat alle Farben der Stille, die wir in seiner Komposition hören – vom frommen Glück über die innigste Trauer bis zur rettungslosen Einsamkeit. Dem damals schon fast vollständig ertaubten Tonsetzer war das Grauen der Stille inmitten der Gesellschaft nur allzu vertraut. Er drückte es so aus:</p>
<p>»… mit einem feurigen Lebhaften Temperamente gebohren … muste ich früh mich absondern …, und doch war’s mir … nicht möglich den Menschen zu sagen: sprecht lauter, schreyt, denn ich bin Taub …«</p>
<p>Die Tragik des tauben Komponisten ist allerdings nur eine der vielen Dimensionen dieses Musikstücks. Auch das spannungsreiche, von Schweigen und Missverständnis durchsetzte persönliche Verhältnis zwischen Goethe und Beethoven schimmert hindurch.  Die beiden  Genies empfanden wechselseitig Bewunderung füreinander, blieben einander aber immer rätselhaft – selbst das berühmte gemeinsame Sprudelwassertrinken in Böhmen im Sommer 1812 änderte daran nichts. Die beiden einte die Leidenschaft, mit der sie Leben in Kunst verwandelten, was ihrer Kunst bis heute Leben verleiht. Auch Goethe hatte den Schrecken der Stille am eigenen Leibe erfahren. Während seiner Italienreise im Mai 1787 geriet sein Schiff vor Capri in eine Flaute, und eben diese schöne Meeresstille wurde lebensbedrohlich. Denn das mangels Wind manövrierunfähige Segelschiff kam, wie Goethe später schrieb, in</p>
<p>»eine Strömung, die sich um die Insel bewegte und uns durch einen sonderbaren Wellenschlag so langsam als unwiderstehlich nach dem schroffen Felsen hinzog, wo uns auch nicht ein Fußbreit Vorsprung oder Bucht zur Rettung gegeben war.«</p>
<p>Auf dem Schiff erhob sich ein Aufruhr der Passagiere, Männer wollten dem Kapitän an die Kehle, Frauen warfen sich schreiend und betend zu Boden, ein viel zu kleines Rettungsboot wurde in höchster Not zu Wasser gelassen – als sich endlich, endlich ein lauer Wind erhob.</p>
<p>Die Nebel zerreißen,<br />
Der Himmel ist helle,<br />
Und Äolus löset<br />
Das ängstliche Band.<br />
Es säuseln die Winde,<br />
Es rührt sich der Schiffer.<br />
Geschwinde! Geschwinde!<br />
Es teilt sich die Welle,<br />
Es naht sich die Ferne;<br />
Schon seh ich das Land.</p>
<p>Einige Jahre nach der Uraufführung schickte Beethoven die Partitur der Kantate mit einer Widmung an den damals schon über siebzigjährigen Goethe. Der antwortete nicht. Er war krank. Das Stück hat er nie gehört. Wie schade! Er wäre gewiss begeistert gewesen von diesem vielschichtigen Doppelkunstwerk, in dem sich Musik und Wort am Ende zu einer wahrhaft glücklichen Fahrt vereinen.</p>
<p>Beethovens Musikstück ist <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Szt9Qp4R5l8" target="_blank" rel="noopener"><strong>HIER</strong></a> abrufbar.</p>
<p>Mein persönliches Glück wollte es im Jahre 2015, dass die damals zuständige Redakteurin des Deutschlandfunks die Idee hatte, mich mit einem kurzen Beitrag zum Goethegedicht und Beethovenstück für die Sendereihe »Kalenderblatt« zu beauftragen. Sie war eine der Mitarbeiterinnen des DLF, die für den kulturellen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks brannten. Es war mir ein Vergnügen, da mitmachen zu dürfen, und es ist bis heute eine Freude, daran zurückzudenken.</p>
<p>Meinen Beitrag kann man auf der Webseite des Deutschlandfunks unter dem Titel <a href="https://www.deutschlandfunk.de/beethoven-meeresstille-und-glueckliche-fahrt-klangfarben-100.html" target="_blank" rel="noopener"><strong>»KLANGFARBEN DER STILLE«</strong></a> nachlesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Aus der Zeit, als ich verrückt war – mit einer Zeichnung von Walter Sachs (15.03.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/kuenstliche-dummheit-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 11:50:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Aus der Zeit, als ich verrückt war – mit einer Zeichnung von Walter Sachs (15.03.26) &#160; Peirce berichtet, Herr Dr. Zeller sage, Es sei unmöglich, dass THALES VON MILET IN EINEN BRUNNEN STÜRZTE WÄHREND ER EINER MAGD DEN STERNENHIMMEL ERKLÄRTE, Aber ich muß Herrn Dr. Zeller widersprechen Denn an dem Tag, An dem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Aus der Zeit, als ich verrückt war – mit einer Zeichnung von Walter Sachs (15.03.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Peirce berichtet,<br />
Herr Dr. Zeller sage,<br />
Es sei unmöglich, dass<br />
THALES VON MILET IN EINEN BRUNNEN STÜRZTE<br />
WÄHREND ER EINER MAGD DEN STERNENHIMMEL ERKLÄRTE,</p>
<p>Aber ich muß Herrn Dr. Zeller widersprechen<br />
Denn an dem Tag,<br />
An dem Du mir den Sternenhimmel erklärtest,<br />
Bin ich vollständig verschwunden –<br />
Von einer Sekunde auf die andere war ich verschluckt</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5167" style="width: 233px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5167" class=" wp-image-5167" src="https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-194x300.jpg" alt="" width="223" height="344" srcset="https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-194x300.jpg 194w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-663x1024.jpg 663w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-768x1185.jpg 768w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-995x1536.jpg 995w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-1327x2048.jpg 1327w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-1080x1667.jpg 1080w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/03/Aus-der-Zeit-als-ich-verrueckt-war1-scaled.jpg 1658w" sizes="auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px" /><p id="caption-attachment-5167" class="wp-caption-text">Charles Sanders Peirce (1838–1914) war ein amerikanischer Philosoph. Er begründete den sog. „Pragmatizismus“. Danach soll die Philosophie, vereinfacht gesprochen, Wahrheit weniger in abstrakten Gedankenhierarchien als in den vorstellbaren praktischen Folgen ihres Denkens suchen.</p></div>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Künstliche Dummheit vs. Natürliche Intelligenz? (01.03.26)</title>
		<link>https://christophschmitzscholemann.de/kuenstliche-dummheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GatoMonoDesign]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 13:57:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire(Charles)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Künstliche Dummheit vs. Natürliche Intelligenz? Mit einer Zeichnung von Walter Sachs (01.03.26) &#160; Am 4. Oktober 2025  erschien in der französischen Zeitung Le Monde das Protokoll eines Gesprächs über Künstliche Intelligenz. Die Journalisten Marion Dupont und Pascal Riché legten der Philosophin Anne Alombert (AA) und dem Unternehmer Jonathan Bourguignon (JB) verschiedene Fragen vor. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<ul class="pdf_full">
<li>   <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-643" src="http://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/1992/08/full.png" alt="" width="37" height="36" /></li>
</ul>
<h1 style="text-align: left;">Künstliche Dummheit vs. Natürliche Intelligenz? Mit einer Zeichnung von Walter Sachs (01.03.26)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am 4. Oktober 2025  erschien in der französischen Zeitung <em>Le Monde</em> das Protokoll eines Gesprächs über Künstliche Intelligenz. Die Journalisten Marion Dupont und Pascal Riché legten der Philosophin Anne Alombert (<strong>AA</strong>) und dem Unternehmer Jonathan Bourguignon (<strong>JB</strong>) verschiedene Fragen vor.</p>
<p><strong>Anne Alombert</strong> wurde mit einigen Büchern zum  KI-Thema bekannt, das letzte erschien Anfang 2025 und trägt den Titel: De la bêtise artificielle: Pour une politique des technologies numériques – Über Künstliche Dummheit (KD). Für eine Politik der digitalen Technologien.</p>
<p><strong>Jonathan Bourguignon</strong> bietet mit seiner Start-Up-Agentur Hilfe für Klein-Unternehmen an, die sich mit Künstlicher Intelligenz stärken wollen.  2021 erschien sein Buch: Internet, année zéro: De la Silicon Valley à la Chine, naissance et mutations du réseau. Jahr Null des Internets – Vom Silicon Valley nach China, Anfang und Veränderungen im Netz.</p>
<p><strong>KI – ein altes Problem im neuen Gewand?</strong></p>
<p><strong>Erste Frage: </strong>Ob wir es bei der Skepsis gegenüber KI mit einem seit Erfindung der Schrift und des Buchdrucks bekannten Phänomen zu tun haben, nämlich den üblichen Ressentiments gegenüber neuen Kulturtechniken?</p>
<p><strong>JB</strong> bejaht die Frage grundsätzlich. Er erinnert daran, dass bei Erscheinen der ersten Taschenbücher in Frankreich 1953 viele Intellektuelle vor einer Überflutung des Buchmarktes mit Schundliteratur warnten. Hinter der Aversion gegen neue Kultur-Techniken – von der Schrift bis zum Fernsehen – stehe oft die Angst der Gebildeten um ihren Sonderstatus. Sie fühlen sich enteignet, weil ihre Fähigkeiten heute schneller, besser und billiger von datenfressenden Automaten zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p><strong>AA</strong> sieht die Sache kritischer: Alle jeweils neuen Kulturtechniken führten zu einer Delegierung menschlicher Kompetenzen: Durch Schrift und Buch lagern wir unser Gedächtnis aus, mit Photographie, Phonographie, Fernsehen die Erinnerung an Töne und Bilder, mit dem Kino die bildliche Phantasie und mit den Empfehlungsalgorithmen der KI die Fähigkeit zur Bewertung und Entscheidung. Wenn wir Briefe und Reden von KI schreiben lassen,  delegieren wir unser persönliches Ausdrucksvermögen.</p>
<p><strong>Zweite Frage: Ob das KI-generierte Denken nahe am menschlichen Denken ist?</strong></p>
<p><strong>AA </strong>distanziert sich von der Vorstellung, Denken sei eine Tätigkeit des Gehirns, die man auf logische Operationen einer Maschine reduzieren könne. Es gebe immer unberechenbare Gefühlsanteile beim menschlichen Denken. Was die Maschine mache, sei reines Rechnen und damit etwas gänzlich anderes. Menschen mit diesen Maschinen zu vergleichen sei völlig falsch: Als würde man fragen, ob ein mit einem Gedicht beschriebenes Blatt Papier sich an das Gedicht erinnere. KI-Maschinen, so AA, denken nicht, sie konditionieren die Art, wie <em>wir</em> denken.</p>
<p><strong>JB </strong>ist anderer Meinung. Er erklärt, dass und wie KI-Maschinen trainiert werden: Eben nicht nur auf Inhalte, sondern auch auf einen Umgangston der Höflichkeit, Ruhe, ein gewisses Ethos im Sprachgebrauch. Durch das Training erwerbe die KI so etwas wie <em>Künstlichen Instinkt</em>. Eine Maschine denke zwar nicht im menschlichen Sinne, sei aber in der Lage, sprachliche Sinnstrukturen herzustellen, die man als Gedanken bezeichnen dürfe.</p>
<div id="attachment_5163" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5163" class="size-medium wp-image-5163" src="https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-300x295.jpg" alt="Die Brille für die virtuelle Realität und der Apfel vom Baumder ..." width="300" height="295" srcset="https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-300x295.jpg 300w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-1024x1007.jpg 1024w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-768x755.jpg 768w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-1536x1511.jpg 1536w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-2048x2014.jpg 2048w, https://christophschmitzscholemann.de/wp-content/uploads/2026/02/KI-KD-1080x1062.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-5163" class="wp-caption-text"><em>»Die Brille für die virtuelle Realität und der Apfel vom Baum der &#8230;«</em></p></div>
<p><strong>Dritte Frage: Was ist Künstlicher Instinkt? </strong></p>
<p><strong>JB</strong> sagt, der menschliche Instinkt sei dadurch gekennzeichnet, dass er durch eine Vielzahl gleichartiger Erfahrungen beim Auftauchen eines neuen ähnlichen Problems gewissermaßen automatisch, jedenfalls ohne bewusste Denkoperationen, die Fähigkeit habe, in entsprechenden Situationen richtig zu reagieren. Die KI tue im Prinzip Ähnliches.</p>
<p><strong>AA  </strong>stimmt dem zu, sieht aber einen fundamentalen Unterschied zwischen Mensch und Maschine: Der Mensch sei, anders als die Maschine, frei, aus dem Automatismus auszubrechen und <em>kontraalgorithmisch </em>zu handeln. Eben das könne KI nicht aus eigener Kraft. Sie sei gerade nicht frei, etwas  Neues aus alten Kalkülen zu machen. Dass die KI inzwischen komplizierte Spiele besser beherrsche als Menschen, wie der 2016 errungene Sieg der KI Alpha-GO gegen Lee Sedol, den menschlichen Weltmeister im GO-Spiel zeige, sei  kein Beweis für kreatives Denken der KI. Die KI habe kein neues Spiel erfunden und keinen neuen Spielzug: Alle denkbaren Züge sind im Algorithmus enthalten. Die KI kann nur schneller rechnen als ein Mensch.  KI sei stets so intelligent, wie der Mensch sie mache. Wenn wir sie mit Dummheit füttern, sagt<strong> AA</strong>, wird sie dumm sein. Die große Gefahr der KI bestehe darin, dass sie die menschliche Gaben der Kombination, Innovation, Imagination und der freien Entscheidung verkümmern lasse: Es komme auf den Umgang mit der <strong>KI</strong> an – auch darauf, wem sie gehört, wem sie dient und wer sie womit füttert. Das sei eine politische Frage, die nach ethischen Gesichtspunkten von der Politik, nicht von der Industrie entschieden werden müsse. <strong>JB </strong> glaubt, dass KI auch Verbesserungen für den Menschen bringen kann. Er verweist auf eine Studie über die ersten drei Jahre von ChatGPT: Sie zeige die Nützlichkeit der Maschine, vor allem für Textredaktion (24 vH), Informationsbeschaffung (24 vH) und Lösung beruflicher oder privater Probleme (29 vH). Wer eine Recherche mit ChatGPT mache, sei keineswegs passiv. Wenn man eine Frage stelle, bitte ChatGPT oft um Präzisierung. ChtGPT lehre also, ein Problem gut darzustellen: Sie arbeite wie Sokrates in einem Frage- und Antwort-Spiel, aus dem sich eine intelligente und überraschende Dialektik entwickle: Der Mensch trainiere die Maschine, aber die Maschine trainiere auch den Menschen. Sie habe ihren Ort zwischen dem Menschen und der Welt. Diese Verschränkung werde sich verstärken: So werde es bald schon Werkzeuge geben, zB Brillen und Hirnimplantate, mit denen eine Schnittstelle zwischen menschlichem Hirn und Maschine hergestellt werden könne.</p>
<p><strong>Vierte Frage: Anwendungsbeispiel: Kann KI Lehrer ersetzen?</strong></p>
<p><strong>JB</strong> meint ja, das könne sie. <strong>AA </strong>hält es für möglich, aber nicht ratsam: Es entstehe ein politisches Problem, wenn man die Erziehung der künftigen Bürger letztlich an private Unternehmen delegiere, die aus Profitinteresse die Lehrer durch Roboter ersetzen. Man solle lieber menschliche Lehrer ausbilden. Erziehung und Lehre seien öffentliche Aufgaben, die dazu dienen, den zukünftigen Bürgern einen Schlüssel in die Hand zu geben, um die Welt zu verstehen, eigenständig zu denken, zu lernen mit anderen zusammenzuleben und Ideale anzubieten, für die sich Kinder begeistern können. Das solle Privileg der Allgemeinheit und damit des Staats bleiben. <strong>JB </strong>meint, eine digitale Assistenz für Schüler, Lehrer, behinderte Personen u.ä. könne eine gute Sache sein. Man müsse allerdings darauf achten, dass es nicht nach rein kommerziellen Gesichtspunkten zugehe. Die Politik müsse die Entscheidungsmacht in diesen Dingen auf jeden Fall behalten. <strong>AA</strong> schlägt vor, man solle der KI den Gebrauch des Personalpronomens »Ich« verbieten. »Ich« könne nur ein Mensch mit Recht sagen. Nur er habe freien Willen und damit die Fähigkeit zur ethischen Entscheidung. Absurditäten wie zB wahnhaften Liebesbeziehungen zu Chatbots sollte nicht Vorschub geleistet werden.</p>
<p>KI ist nicht in der Lage, den Algorithmus zu verlassen. Während viele Menschen ohne besondere Kenntnis der Denkgesetze intuitiv gut und richtig leben, hat KI keine Intuition. Sie kennt weder Glaube, Hoffnung noch Liebe. Das macht ihre Dummheit aus: Sie kennt sich selbst nicht. Auf der Fähigkeit, sich selbst als Ich wahrzunehmen, beruht nicht weniger als die Würde des Menschen. Sie ist, anders als <strong>Art. 1 Abs. 1 GG</strong> es will: antastbar. Die »Dignitas hominis« (Pico della Mirandola) wird der Mensch in den Wind schießen, wenn er sich selbst zu einem Sklaven der Algorithmen und somit zum Verrotten in der ewigen Finsternis der <strong>KD</strong> (Künstlichen Dummheit) verurteilt.</p>
<p>La entrada <a href="https://christophschmitzscholemann.de/kuenstliche-dummheit/">Künstliche Dummheit vs. Natürliche Intelligenz? (01.03.26)</a> se publicó primero en <a href="https://christophschmitzscholemann.de">Christoph Schmitz-Scholemann Textarchiv</a>.</p>
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